Warten auf das Dorf des Jahres

Die Stimmen sind eigentlich schon ausgezählt, jetzt berät die Jury darüber, wer das Dorf des Jahres in der Schweiz sein wird. Genauer gesagt gibt es mehrere Dörfer des Jahres, weil bei dem beliebten Wettbewerb zwischen der deutschen Schweiz, der französischen Schweiz, der italienischen Schweiz und der rätoromanischen Schweiz unterschieden wird.

Deutsche Schweiz

Hier treten die Gemeinden

  • Fischingen im Thurgau mit 26.890 Bewohnern,
  • Monstein in Graubünden mit 180 Bewohnern und
  • Oberhofen im Kanton Bern mit 2.450 Einwohnern an.

Französische Schweiz

Die Teilnehmer hier sind:

  • Grandvillar in Fribourg, 812 Einwohner
  • Mase im Wallis mit 222 Bewohnern
  • Vercorin, ebenfalls im Wallis, 595 Einwohner

Italienische Schweiz

  • Bre, Tessin, 400 Einwohner
  • Poschiavo Borgo in Graubünden, 1.318 Einwohner
  • Sonlerto im Tessin, keine Einwohnerzahl vorhanden (und nicht einmal Strom)

Rätoromanische Schweiz

  • Lumbrein in Graubünden, 334 Einwohner
  • Santa Maria in Graubünden, 341 Einwohner
  • Sent in Graubünden mit 900 Einwohnern.

Im vergangenen hat war Schwellbrunn der Sieger im Wettbewerb gewesen, der von den Zeitungen “Schweizer Illustrierte”, “L’illustré” und “il caffè” veranstaltet wird. Für Schwellbrunn hatte sich die Teilnahme gelohnt: zum einen wurde der Sieg mit einem Dorffest gefeiert und der Appenzeller Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz kam sogar zur Preisverleihung, zum anderen hatte man aber auch zumindest in der ganzen Schweiz Werbung machen können.

Das Verfahren ist recht einfach: es gibt eine erste Runde, in der 50 Dörfer aus der Schweiz ausgesucht werden, unter anderem von der Jury, bestehend aus Marc Trauffer, Bibi Vaplan, Sebalter und Fanny Smith. Dann dürfen die Schweizer das erste Mal abstimmen, welche zwölf Dörfer in die Endrunde kommen dürfen. Von Juli bis August stehen diese dann erneut im Internet zur Abstimmung.

Für das Siegerdorf bedeutet der Gewinn, dass man ein Jahr lang den Titel tragen darf und damit vor allem auch Werbung machen kann. Das kann zum Beispiel den Tourismus ankurbeln, aber auch Investoren anziehen. Außerdem sol der Wettbewerb die Bekanntheit der Schweizer Dörfer an sich fördern.

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