Sion möchte keine Olympischen Winterspiele

Märchenhafte Burgen, weltbekannte Weine und mehr als 300 Sonnentage im Jahr – so kann man die Hauptstadt des Wallis Sion am besten beschreiben. Obwohl dieser schweizerische Kanton, in welchem sich das weltbekannte Matterhorn und der Aletschgletscher befinden, vielleicht auch die größte Touristenattraktion der Schweiz ist, hält die Hauptstadt Sion offensichtlich nicht gerade viel von Tourismus. Die Heimat von ungefähr 30.000 Bürgern und sogar 14 märchenhaften Gebäuden, die zum Kulturerbe von nationaler Bedeutung gehören, beschäftigt sich lieber mit seinen Weinen und seinen eigenen Bürgern. Obwohl Sion mit sogar 300 Sonnentagen im Jahr und der unmittelbaren Nähe des weltbekannten Matterhorns ein unglaubliches Potential für die Entwicklung des Tourismus hat, lehnte die Gemeinde bei einer Abstimmung die Organisation der Olympischen Winterspiele im Jahr 2026 kategorisch ab.

Wieso möchte Sion die Olympischen Winterspiele nicht organisieren?

Es ist nicht schwer zu erahnen, warum sich die Behörden der Schweiz dachten, dass genau Sion der ideale Austragungsort der Olympischen Winterspiele wäre. In unmittelbarer Nähe befinden sich die wunderschönen Schweizer Alpen, die schon ein paar Mal Gastgeber der Spiele waren. Diese Gemeinde entschied aber aus ökonomischen Gründen, die Olympischen Winterspiele im Jahr 2026 nicht zu veranstalten. Obwohl dies ziemlich seltsam wirkt, denn wer lehnt schon Olympia ab, hat es eigentlich ziemlich viel Sinn. Die Organisation der Olympischen Spiele kostet natürlich sehr viel. Nicht nur Geld wird dabei “verschwendet”, sondern auch wertvolle Ressourcen in der Natur und in diesem Fall heißen diese: die Alpen.

Wir müssen nicht weit in die Vergangenheit gehen, um zu sehen, wie die Olympischen Spiele die Ökonomie eines Landes negativ beeinflussen können. Der perfekte Beweis ist Griechenland, das 2004 die Sommerspiele veranstaltete und dafür ein hohen Preis bezahlte. Die Finanzkrise in diesem Land wurde natürlich nicht ausschließlich von den Spielen verursacht, aber mit Recht kann man behaupten, dass die Sommerspiele einen großen Einfluss auf diese hatten. So gesehen, kann man die Entscheidung der Walliser vollkommen nachvollziehen.

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